Copyright: Marco Keim
Liane Köhnlein (geb. 1976) erschafft energiegeladene, vielschichtige Malerei zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Ihre Arbeiten verbinden altmeisterliche Techniken mit zeitgenössischen Elementen und einer gebrochenen, eindringlichen Farbwelt. Im Zentrum steht das Thema der Falte – als dynamische Form, als fragmentierter Raum und als Symbol einer unendlich gefalteten Welt.
Köhnlein transformiert Drapierungen, Laken und textile Landschaften zu entkörperten, raumlosen Strukturen, die eine visuelle Umsetzung von Deleuzes Idee der „Multiplikation der Prinzipien“ bieten. Ihre Motive sind flüchtige Zwischenzustände: Orte, an denen Präsenz und Abwesenheit zugleich spürbar werden.
Dabei knüpfen die Werke an die Tradition barocker und renaissancemalerischer Faltenwürfe an, führen sie jedoch in eine zeitgenössische, postmoderne Bildsprache weiter. Fragmentierung, expressive Farbverläufe und eine präzise Licht‑ und Schattenführung verdichten sich zu eigenständigen, barock-dramatischen Welten.
Köhnleins Malerei ist eine Hommage an die Geschichte der Stoffdarstellung – und zugleich eine kraftvolle, philosophisch grundierte Erneuerung dieses Sujets für die Gegenwart.
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